RYA Yachtmaster Training mit MCO Sailing - erst einmal etwas Theorie...


Nach einer herrlichen ersten Nacht auf dem Boot, ging es am nächsten Morgen schon recht früh los. Ab 7 Uhr duschen und frühstücken und im Anschluss dann Treffpunkt im Meeting Room oberhalb der Banana Wharf mit einem grandiosen Ausblick über den River Hamble. Die Sanitäranlagen sind top und die kleine Marina ein idealer Ausgangsort für die Erkundung des Solents.

Clemens von MCO Sailing ist als Ausbilder und Lehrer voll in seinem Element und man sieht im an, dass er wirklich Spaß hat beim dem, was er macht. Da der Wind noch ziemlich kräftig blies, war der Plan vormittags Theorie zu pauken und dann am Nachmittag loszulegen. Da mein Mitstreiter Gernot sein Gepäck am Vortag bei der Ankunft nicht erhalten hatte, wollten wir den Tag noch hier bleiben, in der Hoffnung, dass sein Gepäck am Abend nachgeliefert werde.

Die Theorie ging im Wesentlichen um die Gezeiten und deren Berechnung und im Schnelldurchlauf wurden die Themen: Course to Steer, Dead Reckoning & Estimated Position, Fixing your position, Secondary port calculations und die Basics von Vessel lights, shapes & sound signals behandelt. Da das Yachtmastertraining davon ausgeht, dass man dies bereits intus hat, ist es von Vorteil wenn man es tatsächlich entweder schon in einem Theoriekurs gelernt hat oder man sich noch an die Theorie vom SSS erinnern kann.

Nach einem schnellen Mittagessen brachen dann zwei Boote Richtung Cowes auf und wir machten uns an die ersten Manöver im Hafen. Tatsächlich ist es etwas komplexer, wenn man neben dem Wind immer auch noch den Strom bei allen Manövern mit ins Kalkül ziehen muss. Eine wichtige Regel lautet: wenn Wind und Strom gleichzeitig anliegen, sollte man die Manöver prinzipiell nach dem Strom ausrichten, da er den stärkten Einfluss auf den Abtrieb hat. Dafür sollte man sich aber immer vergegenwärtigt haben, wie stark der Strom gerade ist.

Nachdem wir einige Stunden immer abwechselnd die Anlegemanöver auf beiden Seiten des Bootes geübt hatten, kamen wir dann zu dem beliebten "ferry glide". Hier kann man quasi gegen den Strom unter Motor fahrend, den Vorschub so austarieren, dass man auf der Stelle treibt oder mit kleinen Bewegungen Backbord oder Steuerbord das Boot versetzt und so nahezu im Stillstand am Kai anlegen kann. Bei allen Anlegemanövern wird immer wieder das richtige "Lasso" werfen geübt und nach ein paar Tagen wird man langsam zu einem richtigen Segler-Cowboy und trifft die Poller immer öfter...

So verbrachten wir die Zeit bis zum Dunkelwerden und nach einer kurzen Pause endete der Abend wieder in einem tollen Pub bei Fish&Chips und ein paar Pints of Lager.





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